Intensive Schreibstilanalyse
insbesondere, relativ, wesentlich, zahlreich… Was haben all diese Begriffe gemeinsam?
Sie kommen zu häufig in meiner Diplomarbeit vor!
Das heutige Treffen mit meinem ersten Korrektor brachte noch einmal gute Impulse und produktive Verbesserungsvorschläge. Tatsächlich hat sich der Freund meiner Mutter, welcher nach längerer Uni-Tätigkeit nun seinen Ruhestand genießt, die Zeit genommen, meine 120 Seiten innerhalb von 4 Tagen zweimal durchzulesen und dabei alle Begriffe herauszuschreiben, die sich zu häufig wiederholen. Eine Liste von 15 Wörtern, für die nun Synonyme gefunden werden müssen.
Darüber hinaus einige Anregungen, was im Fazit noch fehlt und welche Begriffe unklar sind. Ich bin begeistert und brenne nun täglich mehr darauf, das fertige Exemplar endlich gebunden in den Händen zu halten.



am 4. September 2007 um 00:39 Uhr.
Meine Kritik an deiner Diplomarbeit lässt sich recht kurz zusammenfassen: Insbesondere kommen relativ wesentliche Wörter zu zahlreich vor.
Synomyme? Teilweise muss man dann zwar den Satz umschreiben, aber hier, was mir so spontan einfällt…
Insbesondere: “in besonderem Maße”, “besonders”, “vor allem”, “in hervorgehobenem Maße/Stellung/irgendwie so”
Relativ: “im Verhältnis zu”, “im Vergleich zu”, vielleicht an manchen Stellen auch einfach weglassen? Ist oft ein Füllwort.
Wesentlich: “wichtig”, “Kernpunkt”, “bedeutender Punkt”, “von großer Bedeutung”
Zahlreich: “in großer Zahl”, “viele”, “häufiges Vorkommen”
Genialitäten sind jetzt nicht dabei, aber vielleicht hilft ja irgendwas. Gutes Gelingen!
am 4. September 2007 um 23:30 Uhr.
hmm…wie lautet denn überhaupt Dein Thema??
Lieben Gruß
am 6. September 2007 um 08:55 Uhr.
Letzters weiß sie glaube ich nicht ganz….
Aber Synonyme sind tolle Dinger!
am 6. September 2007 um 20:24 Uhr.
Offizieller Titel: “Das politische System in Nordirland - Die Entwicklung der Konkordanzdemokratie auf Grundlage des Karfreitagsabkommen”
Übersetzt bedeutet dies, dass ich untersucht habe, wie sich das nordirische Parteiensystem seit 1998 entwickelt hat.
@Henning: Ganz großes Dankeschön!
am 12. September 2007 um 10:30 Uhr.
„Zahlreich“ ist ebenso wie die von Henning vorgeschlagenen Synonyme etwas, das in einer wissenschaftlichen Arbeit nicht vorkommen sollte, da es ein unpräzises Wort ist. „Zahlreiche Politiker meinten …“ - wie viele genau? Gab es eine Umfrage? Nein? Dann besser: „So äußerten Bill Murray, Andie MacDowell und Phoebe Cates, dass …“ und in einer Fußnote noch ein „gleichlautend auch Brad Pitt, John Travolta, Tom Hanks, Winona Ryder, Gwyneth Paltrow“.
Schönen Gruß
am 16. September 2007 um 22:46 Uhr.
man, bin ich froh, soetwas nicht machen zu müssen
Wenn Dein “Buch” fertig ist, dann lass es mich mal wissen… Dein Schreibstil gefällt mir ansonsten sehr gut!
LG
vom Sash