Träume müssen keine Träume bleiben!
20 ausgeglichene, fröhliche, wissbegierige, fleißige, selbständige und kreative Kinder - davon träumen wohl die meisten Lehrer ein Leben lang…
Doch dieser Traum scheint nicht völlig utopisch zu sein. Für eine Story in der nächsten “Grün.de” besuchte ich heute gemeinsam mit Christa Goetsch, Kai und Brigitte die Max-Brauer-Schule in Altona und traute meinen Augen kaum:
Alle Klassen haben Fenster in den Türen, und überall sind fleißige, selbständig arbeitende Kinder zu beobachten. Dabei gehört der “Frontunterricht” vollständig der Vergangenheit an: die Gruppentische sind im Kreis um die Raummitte herum angeordnet, Tafeln sind nach Aussage der Schülerschaft nutzlos. Die Kinder machen sich zu Beginn jeder Woche individuelle Lernpläne, die sie mit ihren Lehrern durchsprechen und draufhin abarbeiten. Gruppenarbeiten und kreative Projekte nehmen dabei ebenso Raum ein, wie die Aneignung von Grundfertigkeiten in Englisch, Deutsch oder Mathematik.
Im Mittelpunkt steht die Idee der Vielfalt: jedes Kind hat sein eigenes Lerntempo, individuelle Stärken und Schwächen. Niemand wird zurückgelassen, jeder bringt seine Kreativität ein.
Derartige Phrasen lesen sich in Wahlprogrammen immer sehr nett, an der MBS bekommt man einen Eindruck davon, wie jene Ideen praktisch umgesetzt aussehen können: sehr beeindruckend.
Ich hoffe, all das bestätigt sich, wenn ich am Freitag noch 2 SchülerInnen interviewen darf. Leider wird die Schule, die den Deutschen Schulpreis erhielt, derart von Anfragen überhäuft, dass in Bezug auf Hospitationen im Unterricht erst einmal eine Sperre verhängt wurde. Aber auch jetzt habe ich schon vieles gesehen, was mir eine Vorstellung gegeben hat, wie die neue Hamburger Schule evtl. einmal aussehen könnte, falls die GAL die absolute Mehrheit holt… - ein Traum? Das dachte ich von den perfekten Schülern auch! ![]()



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