Neueste Klimaschutz-Kuriositäten
Eigentlich wollte ich dieses Blog ja nicht zu politisch werden lassen, aber derzeit kann ich mich irgendwie nicht zurückhalten. Zumal ich nun offiziell Bürgerschaftskandidatin bin und natürlich vom sehr persönlichen Interesse getrieben werde, für ein gutes grünes Ergebnis zu sorgen, damit mein Listenplatz 13 noch Chancen hat, in die nächste Bürgerschaft einzuziehen…
Auf SPIEGEL online findet sich gerde mal wieder ein Artikel zum Kopfschütteln. “Klimaschutz könnte für Deutschland zum Wirtschaftsrisiko werden: Davor warnt eine neue Studie des Wirtschaftsministeriums”, so der erste Satz. Ich frage mich, was hier zum Risiko wird, wenn man den Klimaschutz links liegen lässt… Dann dürften die ganzen großen Wirtschaftsunternehmen wohl ebenfalls irgendwann futsch sein - nämlich mitsamt Maus und Mann überschwemmt höchstwahrscheinlich.
Seltsame Halbwahrheiten kennt zu diesem Thema derweil die Hamburger SPD. Ole von Beust bezeichnet das neue Kohlekraftwerk, wie bereits erläutert, im gesamtdeutschen Blick als klimafreundlich, während SPD-Kandidat Michael Naumann es, ebenfalls mit Hinweis auf den gesamtdeutschen Blickwinkel, als klimafeindlich verurteilt - aber insgesamt sei die SPD ja teilweise irgendwie eigentlich auch für Kohlekraft… ein seltsam profilloser Kurs, der an die Schuldiskussion erinnert: während die Hälfte der Partei (samt Naumann) ohne erkennbare argumentative Grundlage für den “Erhalt der Gymnasien” plädiert, unterstützt die andere Hälfte das grüne Konzept einer “Schule für alle”, die auf individueller Förderung beruht. Ich hoffe, bis zur Wahl wird das rote Parteiprofil noch etwas klarer, sonst sehe ich schwarz
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am 20. November 2007 um 20:00 Uhr.
Och, so ganz daneben ist der Artikel nicht: „Der deutschen Ökonomie drohen demnach Weltmarktnachteile, die Abwanderung von Unternehmen und Jobverluste - wenn nicht viel mehr Staaten bei der CO2-Reduzierung mitmachen.“ - letztlich ist das neben der ökologischen noch die ökonomische Begründung dafür, warum auf Bali ein weltweit verbindliches und anerkanntes neues Klimaschutzabkommen herauskommen muss. Das schreibt ja auch die Studie: „Der Schluss, den die Experten daraus ziehen: Die USA und die großen Schwellenländer müssten dringend stärker in den Klimaschutz einbezogen werden.“ Das findet eigentlich meine Zustimmung.
Zum Kopfschütteln ist aber in der Tat der Teaser von SPON, der aus dieser sinnvollen Aussage eine unsinnige Anti-Klimaschutz-Botschaft macht.