Bierwärtin 

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Erschreckenderweise nichts Neues von der Ehemaligen-Front!

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Freitag Dezember 28, 2007

Du auch hier. Vor zwei Jahren hast Du Abi gemacht, oder?“, begrüßte mich mein ehemaliger Klassenlehrer gestern. “Nein, es ist 5, fast 6 Jahre her“, erklärte ich ihm. Immerhin kannte er meinen Namen noch immer…

Jedes Jahr am 27. Dezember findet an meiner alten Schule ein Ehemaligetreffen statt. Alle einstigen Schülerinnen und Schüler der Schule sowie einige Lehrerinnen und Lehrer bevölkern dann Schulhof, Eingangshalle, Flure und Cafeteria. Und aus meinem Jahrgang sind es leider fast jedes Jahr die gleichen Gesichter, die sich blicken lassen - nämlich jene, mit denen ich sowieso noch in lockerem Kontakt stehe oder solche, die es bis jetzt nicht geschafft haben, sich aus dem so vertrauten Umfeld jemals zu lösen.

Ich gebe zu, dass auch ich mich nicht allzu weit von der Schule entfernt habe. Sie liegt am Hamburger Stadtrand, und mit dem Auto dauert es von dort zu meiner Haustür ca. 20-25 Minuten. Doch möchte ich behaupten, dass ich seit meinem Abitur viel herumgekommen bin, mein Alltag sich stark verändert hat und mein Freundeskreis zum größten Teil ein komplett neuer ist. Nicht so bei einigen meiner damaligen Mitschüler. Sie machen Bank-, Buchhändlerlehre oder Referendariat im gleichen Ort, wohnen bei den Eltern und neue Beziehungen oder Freundschaften ergeben sich insbesondere mit Leuten, die damals einen Jahrgang über oder unter uns waren und ebenfalls in dieser Welt stecken geblieben sind…

Ähnlich erschreckend im Nachhinein die Tatsache, dass man sich am meisten eigentlich nur mit jenen zu sagen hat, die man sowieso im Laufe des Jahres hin und wieder trifft. Und mit meinem ehemaligen Mathe- und Physiklehrer. Auch für ihn hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Aber das ist wohl auch gut so - er darf der mir einst vertrauten kleinen Welt gern noch lange treu bleiben. Dass Menschen, die so alt sind wie ich dies scheinbar auch erstrebenswert finden, bleibt mir unerklärlich.

Heiligabend: Traditionen bricht man nicht!

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Mittwoch Dezember 26, 2007

Alle Jahre wieder… werden zum Weihnachtsfest in unserer Familie, wie wahrscheinlich auch in zahlreichen anderen, gewisse Traditionen gepflegt - ob freiwillig oder nicht. Von Oma liegt für jedes Mitglied der Sippe ein paar gestrickte Wollsocken unter dem Tannenbaum, man isst Raclette, spielt im Anschluss Rommee, und regelmäßig wird pünktlich zu Heiligabend mindestens ein weibliches Familienmitglied krank. Da sich die weiblichen Mitglieder im engsten Familienkreis auf meine Mutter und mich beschränken, ist die Wahrscheinlichkeit des Betroffenseins nicht gerade gering.

Ein erstes meinen Körper durchziehendes Frösteln bei der Bescherung ließ mich Omas Wollsocken in diesem Jahr sofort anprobieren. Zum darauf folgenden Raclette bereitete ich entgegen meiner Gewohnheiten auf Grund von Appetitlosigkeit auffällig wenige Pfännchen zu, und Schwindel wie Gliederschmerzen ließen mich beim Rommee schließlich nach gerade einmal zwei Runden resignieren. Das Fieberthermometer bestätigte kurz darauf den Verdacht: 38,3 Grad Körpertemperatur… verflixte Traditionen!!!

Weiße Weihnachten in Hamburg?

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Samstag Dezember 22, 2007

schneeDer routinierte morgendliche Blick aus meinem Fenster hielt am heutigen Tag tatsächlich unerwartete Überraschungen bereit. Sollte ich tatsächlich einmal weiße Weihnachten in Hamburg erleben? Ich kann mich nicht einmal erinnern, wann es jene zuletzt gegeben hätte…

Weihnachtsgeschenke 2007 - back to the roots

Bloged in Kuriositäten des Alltags, Allgemein von linda Freitag Dezember 21, 2007

Teelichthalter, Seidentücher, bedruckte Stofftaschen oder Plätzchen - die Liste der selbstproduzierten Geschenke, mit denen ich früher Freunde und Verwandte zu Weihnachten beglückte, ist lang. Ich glaube, ich war 16 oder 17, als ich zum ersten Mal Geld in “fertige” Geschenke wie Bücher, CDs oder ähnliches investierte. Und dann waren jene meist so klein und günstig - da ich kaum Geld verdiente -, dass ich selten wirklich zufrieden war mit jenem, was ich da verschenkte…

Mittlerweile verdiene ich ein bißchen was und könnte gut und gern in “fertige” Geschenke  investieren. Doch entgegen selbst meiner eigenen Erwartung, als ich vorletzte Woche auf der Geschenkesuche erstmals ziellos durch die Geschäfte irrte, werden dieses Jahr wieder einmal überdurchschnittlich viele Menschen in meiner Umgebung mit selbst gestalteten Geschenken beglückt.

Und ich scheine nicht die einzige zu sein, bei der dies der Fall ist. Als ich an besagtem Tag in der vorletzten Woche voll bepackt den Laden “idee” verließ, der in Bezug auf dort zu erwerbende Bastelmaterialien keine Wünsche offen lässt, hatte ich vorher fast 20 Minuten an der Kasse angestanden - hinter Massen von Weihnachtseinkäufern, die sich mit Bastel-Rohmaterial eingedeckt hatten. Und auch Sandra erzählte gestern, sie gestalte ihre Geschenke dieses Jahr fast nur noch selbst. “Da ist es mir egal, ob die Materialien für das Geschenk des einen vielleicht deutlich billiger sind, als jene für das des anderen. Hauptsache, im Ergebnis sind die Geschenke persönlich und passen zum Empfänger!“, erläuterte sie. Und sie hat Recht, wie ich finde. Schließlich zählt in Zeiten, in denen sowieso kaum jemand noch materielle Wünsche nennen kann, vor allem die Tatsache, dass der andere an einen gedacht und sich Gedanken gemacht hat - so, wie es früher bei “den Erwachsenen” auch schon war, wenn man sie mit Keksen oder Stofftaschen beglückte.

Nachdenken: immer erst, wenn es zu spät ist…

Bloged in Kuriositäten des Alltags, Allgemein von linda Mittwoch Dezember 19, 2007

Gedankenverloren wühlte ich vorhin auf der Suche nach einem überlebenswichtigen Utensil, das ich hier nicht weiter spezifizieren möchte, vergeblich panisch in meiner Tasche. “Verloren?” schoss es mir verzweifelt durch den Kopf. “Nein, wahrscheinlich im Büro liegen lassen“, beruhigte ich mich selbst. Nur, um mir kurz darauf auszumalen, was denn wohl wirklich im Verlustfall wäre: viel Gerenne im ohnehin schon erdrückenden ‘Weihnachtsstress’ und viel Ärger unterschiedlichster Art…

Gleichzeitig die Gedanken, wie all dieser psychische Stress durch ein paar kluge kleine vorausschauende Maßnahmen zu verhindern gewesen sein könnte. “Hätte ich doch bloß…” ist der wohl am stärksten verteufelte Satz in ärgerlichen Situationen. “Hätte ich doch mein Fahrrad bloß nicht nachts an einem Bahnhof stehen lassen“, waren die Gedanken, als es geklaut wurde. “Hätte ich doch den Flug ohne Zögern gebucht“, ärgert man sich, wenn die Reise eine Woche später dann plötzlich viel teurer ist. Und immer kommt der Vorsatz dazu, es in Zukunft besser zu machen und mehr vorauszuschauen. Jener hält im besten Falle rund eine Woche…zumindest bei mir. Aber Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung ;)

Listenplatz-Lückenfüller - 112 FDPler buhlen um 0 Mandate!

Bloged in Politische Kuriositäten, Allgemein von linda Mittwoch Dezember 12, 2007

Bereits vor einigen Tagen hatte ich mich ja schon einmal über jene Veränderungen ausgelassen, die die CDU am ursprünglich vom Volk beschlossenen neuen Hamburger Wahlrecht vorgenommen hatte. Zur Abwechslung möchte ich mich hier einmal mit einer der Änderungen beschäftigen, die ich dabei weniger dramatisch fand: der Abhängigkeit von Kandidatenanzahl und Position auf dem Wahlzettel.

So ist es in der Tradition der Fall, dass jene Partei, die bei der letzten Wahl am meisten Stimmen erhalten hatte, bei der nächsten Wahl auf dem Stimmzettel als erstes zu finden ist. “Mehr Demokratie e.V.” wollte dies ändern. Demnach sollten künftig jene Parteien ganz nach vorn auf dem Wahlzettel rutschen, die die meisten Kandidaten aufgestellt haben. Es gibt eine Obergrenze und stellen mehrere Parteien gleich viele Kandidaten auf, so zählt dann doch wieder das Ergebnis der letzten Wahl. Mit dieser Regelung sollte gewährleistet werden, dass der Wähler eine gute Auswahl an Kandidaten hat. Die CDU machte auch dies in ihren Wahlrechtsänderungen wieder rückgängig, was ich, wie gesagt, als einen nicht allzu dramatischen Schritt sehe.

Bei einigen Parteien scheint jene Veränderung jedoch nicht ganz angekommen zu sein. So startete heute das Portal www.kandidatenwatch.de, auf dem alle Kandidaten zur Bürgerschaftswahl präsentiert werden. Sieht man sich dort an, welche Partei wieviele Kandidaten hat, so schüttelt man schlicht den Kopf, denn hinter der CDU mit 138 Kandidaten folgt nicht etwa die SPD als zweitgrößte Partei. FDP und “Die Linke” haben stadtweit insgesamt je 112 KandidatInnen aufgestellt, obwohl bei beiden nicht sicher ist, ob sie überhaupt auch nur ein einziges Mandat werden erringen können.  Die FDP krebst seit langem bei ca. 3% herum, “Die Linke” steht in den Umfragen zwischen 5 und 8. Da scheint es doch sehr optimistisch, 112 Kandidaten zu nominieren, während SPD mit 106 und GAL mit 95 ins Rennen gehen. Oder ist es, wenn man schon eh nicht in die Bürgerschaft kommt, bereits eine derartige Ehre, auf irgendeiner Liste zu stehen?

Ich bin Tee-süchtig!!!

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Montag Dezember 10, 2007

Andere hängen von Alkohol, Nikotin, Tabletten oder sonstigem Teufelszeug ab und geben dafür ihr letztes Hemd - ich renne derzeit alle 15 bis 20 Minuten in die Küche, um mir Tee aufzugießen.

Tee-Sucht!? Wohl eher die Tatsache, dass das Schlucken derzeit im Zusammenspiel mit heißer Flüssigkeit noch halbwegs erträglich ist. Reden geht gar nicht, also halt ich nun besser die Klappe!

Wetten dass…ein bißchen weniger manchmal mehr wäre!?

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Sonntag Dezember 9, 2007

Weibliche halbbekleidete Möchtegernpromis, die kaum in ihren Schuhen laufen können neben arrogant dümmlichen Männern, die sich insbesondere danach sehnen, ihre Hemden auszuziehen und den weiblichen Wesen irgendeine Hand irgendwohin zu legen - alles zusammen auf einem Sofa, noch garniert mit den kläglichen aussagelosen Versuchen, schlechte Kinofilme zu promoten, lässt sich in regelmäßigen Abständen auf Gottschalks Wettsofa bewundern.

So auch gestern abend wieder. Lisa und ich, beide leicht kränkelnd, entschieden uns dafür, den Samstagabend Risotto und Bratapfel verzehrend vor dem Fernseher zu verbringen und uns wieder einmal den deutschen Fernsehshow-Klassiker anzusehen, den wir beide fast regelmäßig in unserer Kindheit verfolgt hatten.

Eines wurde dabei relativ schnell deutlich: den interessantesten und unterhaltsamsten Teil der Sendung bilden - auch wenn sich dies leider nicht in der Sendezeiteinteilung widerspiegelt - nach wie vor Wetten. So ist es, allen Fluchen auf das Reality-TV zum Trotz, doch tausendmal spannender und authentischer als das geprobte Grinsen eines Nicolas Cage, wenn Gottschalk sich mit einem verschüchterten 18-jährigen Autorennfahrer über dessen Schullaufbahn unterhält und jener plötzlich unerwartet selbstbewusst beginnt, sein halbes Dorf zu grüßen. Die ersten Lachtränen in die Augen trieb uns jedoch zuerst jener Bauer, der seine Kühe am Apfelkauen erkannte und dabei so manch liebevolle Kuhzunge im Ohr hatte, bevor ein langsamer und doch überaus gesprächiger Schweizer uns durch seine Wett-Performance fast vom Sofa kugeln ließ. Angetreten mit dem Ziel, 16 Kerzen aus einer gewissen Entfernung durch die Druckluft eines Christbaumständers zu löschen, produzierte er gnadenlos komödiantische Bilder: ein an DJ Ötzi erinnernder Frührentner steht im Ausfallschritt mit zusammengekniffenen Augen mitten in der riesigen Grazer Messehalle, klopft von hinten in regelmäßigen Abständen auf seinen Christbaumständer und es passiert erst einmal…nichts!

Trotzdem wirkt das ganze tausendmal unterhaltsamer als die Szenerie, Renee Zellweger im BieneMaja-Kostüm herumhüpfen zu sehen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass jener Auftritt für die bereits vorher hilflos schnatternd herumzappelnde Blondine eigentlich als Strafe für eine verlorene Wette gedacht war, man heutzutage jedoch sowieso von vornherein weiß, dass jene Strafen auch aus irgendeinem scheinheiligen Hintergrund heraus eingelöst werden - par excellence zu beobachten an Hand der Saalwette, bei der Thomas Gottschalk sich gespielt gekünstelt dazu breitschlagen lässt, die nicht erreichte Mindestanzahl von Kaiserschmarrn kochenden Politikern in der Grazer Innenstadt als doch noch genügend zum Gewinn der Wette zu akzeptieren.

Immerhin war das früher einmal anders, wenn mich meine Kidheitserinnerungen nicht täuschen. Noch Mitte der Neunziger galten gewonnene Wetten wirklich als gewonnen und andersherum - ein Qualitätsmerkmal, das die Sendung einst eindeutig besser machte. Darüber hinaus gilt für den Promiteil der Sendung seit eh und je eindeutig: weniger wäre oft mehr. Und eine Sendung, die sich “Wetten dass…” nennt, täte gut daran, jene wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, um ihrem Anspruch, weiterhin im öffentlich-rechtlichen ausgestrahlt zu werden, vor dem Unterhaltungs-Aspekt immerhin annähernd gerecht zu werden…

Ein Weihnachtsstöckchen :)

Bloged in Allgemein von linda Dienstag Dezember 4, 2007

Zwar bin ich noch gar nicht in Weihnachtsstimmung und auf e-mail-Ebene ignoriere ich Kettenmails inzwischen grundsätzlich, aber des Weihnachts-Stöckchens von Henning, das gestern aus Stuttgart geflogen kam, nehme ich mich dann doch mal an. Los gehts:

Drei materielle Wünsche zu Weihnachten:

Och nö, ich wünsch mir doch nix. Ok, ein neuer Drucker steht auf meinem Wunschzettel, da hört es aber auch schon auf. Wenn Milan Kundera mal wieder ein neues Buch schriebe, dann würde ich mir das wünschen. Und ein paar Tage Skiurlaub wären nett, aber frühestens nach der Bürgerschaftswahl.

Drei Menschen, mit denen ich gern Weihnachten feiern würde:

Im Normalfall nimmt mich die Verwandtschaft an allen 3 Tagen voll in Beschlag. Gern würd ich Claudius zu Weihnachten sehen, aber das wird wohl leider nix, weil er entweder in Istanbul oder in München verweilen wird. Zudem würd ich mich über Sandras Gesellschaft freuen. Das klappt ja vielleicht sogar mal an einem der Tage zwischendurch. Die dritte Person behalt ich für mich ;)

Drei Menschen, die von mir ein Weihnachtsgeschenk erhalten:

Auf jeden Fall meine Mutter, mein Vater und Oma. Darüber hinaus wird spontan entschieden…

Drei Menschen, die von mir dieses Stöckchen erhalten:

Das geht jetzt nach Istanbul an Claudius, vielleicht blogt er dann mal wieder ;) Zudem wähle ich mal Korbi in Bremen sowie KaiWi aus.

30 Minuten auf 25 Zeilen…

Bloged in Allgemein von linda Montag Dezember 3, 2007

bildIch war am Samstag in der BILD. “Wir machen das Rathaus frisch - diese jungen Frauen wollen in die Bürgerschaft“. Obwohl ich gegenüber dem Blatt ja zugegebenermaßen eine Grundskepsis pflege, war das Ergebnis doch wirklich ganz nett. Allerdings auch sehr unpolitisch - von den ca. 30 Minuten des Interviews hat nur ein winziger Bruchteil seinen Weg in die 25 Zeilen, die mir gewidmet waren, geschafft.

Ich muss ja zugeben, dass ich als eine Liebhaberin der Wort- und Satzspielkunst nie im BILD-Stil schreiben könnte. Dennoch bewundere ich immer wieder, dass es gelingen kann, in kurzen prägnanten Sätzen auf wenigen Zeilen verhältnismäßig viel reinen Inhalt zu vermitteln, ohne dabei holprig zu wirken. Jedem die seine literarische Kunst ;)

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