Bierwärtin 

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Herr Cramer hält, was er verspricht !?

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Mittwoch Januar 30, 2008

Ich kann es kaum glauben. Noch vor wenigen Wochen warb der Energieriese “Vattenfall” damit, man solle seine kostenlose Hotline anrufen und bekäme innerhalb von 24 Stunden auf jede Frage eine Antwort. Diverse Mitglieder der GRÜNEN JUGEND Hamburg taten dies und erkundigten sich nach der Schriftart des Vattenfall-Logos. Vergeblich - Rückrufe erfolgten trotz der Versprechungen nie.

Doch Daniel war hartnäckig: als Herr Cramer, Vorstandsmitglied bei “Vattenfall”, vergangenen Freitag beim grünen Energiekongress auf dem Podium saß, versuchte er sein Glück erneut. Und heute die Überraschung:

Sehr geehrter Herr Voelkoi,
>
> Herr Cramer sagte mir, dass Sie an der Schriftart von Vatttenfall
> interessiert seien. Ggf. kann ich Ihnen da weiterhelfen. Sie können mich
> gerne dazu kontaktieren.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Alexander Jung
>
> Leiter Vorstandsbüro
> Vattenfall Europe AG

Ich muss leider loben, dass ich jenes Verhalten extrem “kundenfreundlich” und “basisnah” finde. Dennoch packt mich immer noch der Lachkrampf, wenn ich an Cramers Erläuterung des “Fischfahrstuhls” denke, den er Freitag ebenfalls zu erklären versuchte. Im neuen Kohlekraftwerk in Moorburg soll mit Hilfe dieses Technikwunders verhindert werden, dass Fische bei der Wasserentnahme versehentlich aus der Elbe “entnommen” und vernichtet werden. Leider verschwieg Herr Cramer dabei die ca. 3-4 Grad Wassererwärmung rund um das Kraftwerk, die 80% der dort normalerweise lebenden Fische wahrscheinlich auf Grund von Sauerstoffmangel gar nicht erst überleben lassen…

Berufsperspektiven im Politbereich

Bloged in Politische Kuriositäten, Allgemein von linda Samstag Januar 26, 2008

“Willst Du dann später mal Bundeskanzlerin werden?” - egal, ob auf Grund meines politikwissenschaftlichen Studiums oder meines politischen Engagements; jene Frage bekomme ich mindestens einmal pro Woche zu hören, während die Fragenden grundsätzlich der Meinung sind, einen völlig neuartigen Witz aus dem Hut gezaubert zu haben. Dabei sind die Berufsaussichten beim BundeskanzlerInnenjob Job eher bescheiden: das Amt existiert lediglich einmal und wird alle vier Jahre neu gewählt. Meist bleiben die Amtsinhaber jedoch über mehrere Legislaturperioden hinweg im Job. Ich weiß nicht, wieviele Politikstudenten und politisch aktive Menschen es in Deutschland gibt, aber die Wahrscheinlichkeit, den Job zu ergattern, dürfte nüchtern betrachtet im Promillebereich liegen.

Dennoch entgegne ich den Fragenden meist, mein Berufsziel sei eher das Amt der Bundespräsidentin, um dann die Vorteile jener Tätigkeit zu erörtern. Dabei weiß ich eigentlich, dass die Berufschancen hier ebenso trostlos aussehen. Es wird gar alle 5 Jahre nur neu gewählt, und das Amt ist ebenfalls nur einmal zu vergeben.

Die aktuelle “ZEIT” stellt nun diese Woche einen weiteren interessanten Beruf im politischen Berufsfeld vor: Den Landeswahlleiter. Landeswahlleiter Von jenen gibt es in Deutschland immerhin ganze 16. Über die Amtszeit weiß ich leider wenig, aber darf man der ZEIT glauben, dass man in diesem Job pro Jahr 93 000 Euro verdient, dann ist er auf jeden Fall sehr interessant und anstrebenswert ;)

Der Hamburger Landeswahlleiter ist Herr Beiß. Ich kenne ihn ein bißchen, da er regelmäßig in meinen Deputationssitzungen in der Innenbehörde dabei ist, um über aktuelle Entwicklungen im Hamburger Wahlgeschehen zu informieren. Vergangene Woche präsentierte er mir dort die weltweit erste “Hamburger Wahltonne”, die im Gegensatz zu klassischen Urnen auch die neuen großen Stimmzettel wird fassen können und das Hamburg-Logo auf der Vorderseite trägt. Zudem beglückte das Landeswahlamt alle Deputierten mit einer Packung “Wahlsmarties” Wahlsmartiesund versüßte uns so die Zeit von Herrn Beiß’ Vortrag, in dem er darzulegen versuchte, wie sich das Hamburger Landeswahlamt derzeit auf alle Eventualitäten einstellt und was bis zum Wahltermin noch so alles zu tun ist. (Die Farbzusammensetzungen der Smartie-Packungen sind laut Herrn Beiß ganz zufällig)

Doch wer glaubt, dass Willi Beiß nur alle vier Jahre derart beschäftigt ist, der irrt: Auch bei Bundestags- und Europawahlen hat er natürlich viel zu tun und ungewöhnlich viel Arbeit dürften ihm in den vergangenen Monaten und Jahren die zahlreichen Volksbegehren und Volksentscheide in der Hansestadt gemacht haben. Aber auch die Bürgerschaftswahl fordert das Landeswahlamt häufig schon lange vorher. So hat Willi Beiß mir bereits vor ca. 6 oder 7 Monaten den digitalen Wahlstift erklärt und mich damit “Probewählen” lassen. Nun wird der Stift auf Grund von Sicherheitsbedenken doch nicht zum Einsatz kommen, obwohl das Landeswahlamt bereits viel Zeit in dessen Entwicklung investiert hatte.

Ich hoffe, Ihr habt nun einen ganz guten Überblick über den Beruf des Landeswahlleiters gewonnen - ein durchaus spannender, wie ich finde. Wenn ich groß bin, will ich trotzdem Bundespräsidentin werden. Smarties gibt es im Schloss Bellevue hoffentlich auch!

“Traue keiner Umfrage, die Du nicht selbst gefälscht hast…”

Bloged in Politische Kuriositäten von linda Donnerstag Januar 24, 2008

Umfragen sind schon eine komische Sache… eigentlich haben dieverse Beispiele in jüngster Vergangenheit gezeigt, dass die Umfrageinstitute häufig kräftig danebenhauen. Man betrachte nur die letzte Bundestagswahl oder eine der Vorwahlen in den USA vergangene Woche. Da lag Clinton in den Prognosen zehn Prozentpunkte hinter Obama und gewann schließlich mit drei Prozent Vorsprung…

Dennoch lösen Umfragen in Parteien starke Emotionen und Reaktionen aus, wie ich derzeit  feststelle. Eine aufgeregte Freude ging gestern über unseren Flur, als bekannt wurde, dass die Umfrage der “Mopo” erstmals eine rot-grüne Mehrheit in der Bürgerschaft sieht. Zwar glaubte kaum jemand an die Seriosität der Umfrage, doch war der dadurch erweckte Optimismus deutlich spürbar. “Es ist schon lange her, dass die Hamburger Presse zu unseren Gunsten eine Umfrage gefälscht hat. Das ist doch ein gutes Zeichen“, kommentierte Manuel

Heute dann die morgen erscheinende Abendblatt-Umfrage: zwar schwächere GAL-Werte, dennoch eine Mehrheit für rot-grün… Bevor jene allerdings überhaupt öffentlich ist, flattert mir schon eine andere Umfrage der BILD ins Mailfach. Jene sieht plötzlich wieder die CDU im Aufwind.

Was immer nun stimmt, werden wir wohl erst am 24.2. wissen. Dennoch hoffe ich auf weitere rot-grüne Prognosen, denn ein Wahlkampf mit Optimismus kann doch nicht schaden ;)

Bessere Brauerei-Förderung für Norddeutschland!

Bloged in Politische Kuriositäten, Allgemein von linda Samstag Januar 19, 2008

Die Junge Union Deutschland hat gestern eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie anlässlich der Eröffnung der grünen Woche dazu aufruft, deutsche Weinbauern zu unterstützen. Ich habe auf diese Pressemeldung mit einer eigenen PM reagiert, die aber wohl voraussichtlich nicht verschickt werden wird :( . Trotzdem möchte ich Sie Euch nicht vorenthalten:

————

In Ergänzung zur Erklärung der Jungen Union Deutschland , die sich
für eine Förderung des deutschen Weinanbaus einsetzt, erklärt die
Landesvorsitzende und bekennende Bierliebhaberin der GJHH, Linda Heitmann:

“Die Brauerei-Deutschlandkarte im “ZEIT-Magazin LEBEN” der vergangenen Woche fördert erschreckende Wahrheiten zu Tage. Wie sich auf Seite 10 grafisch unschwer erkennen lässt, ist im norddeutschen Raum nur ein verschwindend geringer Teil der fast 1300 deutschen Brauereien angesiedelt. Die wirtschaftlichen Potentiale, die sich hinter diesem Kulturgut verbergen, sind damit bei weitem nicht ausgeschöpft.

Die Hamburger CDU setzt in ihrer Wirtschaftspolitik einseitig auf Handel und Hafen sowie Großprojekte, anstatt kleine kreative und traditionelle Unternehmen gezielt zu fördern und zu unterstützen. Die GJHH erachtet dies als falsch. Ihrer Ansicht nach könnten bessere Bedingungen für Brauereibetriebe in Hamburg einerseits zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen und die Stadt darüber hinaus zu einem Tourismus-Magnet werden lassen. Ein “Altonaer Altbier”, das mit dem “Alto” bezahlt werden kann, wäre eine einzigartige regionale Besonderheit.

Dass der Jungen Union bei der Kommentierung der “Grünen Woche” allerdings nicht mehr einfällt, als den Aspekt des Weinanbaus herauszugreifen, ist aus Sicht der GJHH erschreckend. Biologische Landwirtschaft erstreckt sich über zahlreiche zukunftsweisende Bereiche der Agrarpolitik. Kommt der Weinanbau schon zur Sprache, hätte wenigstens der Hopfenanbau miterwähnt werden können, denn beide zusammen bilden als Grundlage der deutschen Getränkeindustrie unverzichtbare Rohstoffe aus dem Agrarbereich!”

“Grüne Damen stechen schwarze Buben…”

Bloged in Allgemein von linda Freitag Januar 18, 2008

karten1.jpg Das Motto der heutigen Wahlkampfveranstaltung in Wandsbek war aus frauenpolitischer Sicht wahrlich opimistisch und konnte seinen Anspruch letztlich leider auch nicht gänzlich erfüllen - Anja (Hajduk) belegte am Ende Platz 3 und damit den besten Frauenplatz unter den rund 20 MitspielerInnen der Skatrunde.

Dennoch blogge ich dies, da ich ich zugeben muss, dass ich selten von einem Abend so positiv überrascht wurde. Ganze 40 Minuten brauchte die U-Bahn aus der Hamburger Innenstadt bis zum Bahnhof Ohlstedt, und im Laufe der scheinbar endlosen Fahrt fragte ich mich mehrmls, warum ich jene Veranstaltung eigentlich zugesagt hatte. Doch die Erinnerung an lange Skatabende mit meinen Eltern im Campingbus vor etwa 15 Jahren hatten mir in nostalgischer Manier eine Zusage abgerungen.

Am Ziel angekommen bestätigte in erster Blick in die Runde meine Zweifel: ich war ca. 20 Jahre jünger, als der nächst ältere Teilnehmer der Veranstaltung, weshalb ich es erst einmal bedauerte, doch nicht zum Neujahrsempfang der GAL Nord gefahren zu sein. Dennoch kippte die Stimmung schnell: Reizen, zocken, drücken. Und obwohl ein verlorener “Grand” mit Vieren mich gleich zu Beginn auf Minus 240 Punkte katapultierte, arbeitete ich mich wieder bis auf positive sieben hinauf. Die Stimmung zwischen den SpielerInnen entwickelte sich erstaunlich schnell sehr freundschaftlich, und es ist schwer zu beschreiben und zu erklären, welch regelrechte Skat-Sucht mich am Ende des Turniers gepackt hatte. Schade nur, dass dieses Spiel in meiner Generation so wenig Verbreitung findet… ich würde morgen glatt noch einmal 50 Spiele bestreiten! Aber ob man dadurch wirklich Wahlen gewinnt?

Same procedure as every year: Der GAL-Neujahrsempfang

Bloged in Kuriositäten des Alltags, Allgemein von linda Samstag Januar 12, 2008

Gestern war es wieder einmal so weit: Die GAL lud zum schwul-lesbischen Neujahrsempfang in den Rathaus-Festsaal, und über 1000 Menschen folgten der Einladung.

Dabei ist es immer dasselbe: von den Rahmenbedingungen her zu voll und dadurch stickig. Vom Ablauf her erst eine Rede von Farid, dann eine Rede von Christa, und der/die dritte RednerIn wechselt zwar (gestern Renate Künast), redet aber grundsätzlich zu lange… nach den Reden leert es sich langsam, kurz darauf ist der Prosecco alle, und irgendwie gehe ich grundsätzlich als letztes.

Allerdings selten nach Hause. Hinterher kommt es zu seltsamen Kneipenrunden, in denen man sich weiter betrinkt, und am Tag darauf folgt der Kater…

In diesem Sinne: ich freu mich schon aufs nächste Jahr!

Der Exmatrikulationsbescheid

Bloged in Kuriositäten des Alltags, Politische Kuriositäten, Allgemein von linda Dienstag Januar 8, 2008

Gerade saß ich am heutigen frühen Abend noch auf einem Podium in Wandsbek, um gegen Studiengebühren zu wettern, da bekomme ich zu Hause beim Blick in meinen Briefkasten vor Augen geführt, was passiert, wenn man ganz einfach nicht zahlt…exmatrikulation.jpg Dabei war es nicht einmal böse Absicht… Mir war ganz einfach nicht wirklich bewusst, dass man keine Zahlungsaufforderung mehr erhält, sondern jedes Semester aus eigenem Antrieb 500 Euro überweisen muss.

Gnädigerweise wird mir noch eine Frist von 14 Tagen zum Nachholen der Zahlung eingeräumt…

LINDA e.V.

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Sonntag Januar 6, 2008

chezlinda

eher unscheinbar war der Link, den eine Freundin heute ans Ende ihrer e-Mail an mich setzte, doch er erregte meine Aufmerksamkeit : www.chezlinda.de 

Hinter dieser Website verbirgt sich der, wie ich finde, höchst unterstützenswerte Verein “LINDA e.V.”, der nicht weit entfernt von mir im Herzen St. Paulis beheimatet ist und es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Rettung der leckersten deutschen Kartoffelsorte in Angriff zu nehmen. Hierzu  wurde eigens eine Kartoffeldruck-Schrift kreiert, die sich auf der Website kostenlos herunterladen lässt. Zudem wird “Linda” in den Räumen des Vereins weiterhin regelmäßig säckeweise verkauft.

Darüber hinaus ist das Hauptanliegen des Vereins allerdings, die künstlerische Szene St.Paulis zu bereichern, indem in den Räumlichkeiten Ausstellungen, Flohmärkte und mehr stattfinden können. Ein klasse Projekt mit einem klasse Namen!

Wo hat die Stabi bloß das Weixner-Buch versteckt?

Bloged in Kuriositäten des Alltags von linda Freitag Januar 4, 2008

Laut eigener Aussage befindet sich im Besitz der Hamburgischen Staats- und Universitätsbibliothek unter anderem das Buch “Direkte Demokratie in den Bundesländern” von Bärbel Weixner. Und theoretisch ist es sogar ausleihbar. Praktisch frage ich mich leider seit einigen Wochen, wie und wo dies konkret möglich ist…

Es begann damit, dass ich Mitte Dezember erstmals nach dem Buch suchte und die Meldung erhielt, jenes sei ausleihbar und könne bei Bestellung in der Stabi abgeholt werden. Ich gab meine Daten ein und musste zu meinem großen Erstaunen wenige Tage später, als ich das Buch abholen wollte, feststellen, dass es nicht für mich zurückgelegt war. “Auf ihrem Konto befinden sich derzeit gar keine Bestellungen“, flötete mir die Stabi-Mitarbeiterin in mein verdutztes Gesicht.

Ich gab das Buch erneut in die Suchmaske ein und erhielt nun die Meldung, es befinde sich im Selbstausleihbereich, könne am Standort entnommen und ausgeliehen werden. Zudem zeigte der Button “verfügbar” an, dass das Buch derzeit im Regal stehen sollte, was es jedoch , wie ich wenig später feststellte, leider nicht tat. Ich beschloss somit, im neuen Jahr noch einmal zu schauen, ob sich das Werk wohl wieder eingefunden haben würde.

Als ich heute nun erneut die Signatur erfahren wollte, um noch einmal nach dem Buch zu sehen, behauptete der Computer, Frau Weixners Werk stünde nunmehr in der sozialwissenschaftlichen Bibliothek, sei derzeit jedoch verliehen. Dies verwundertze mich gleich doppelt, denn neben der Tatsache, dass  das Buch wöchentlich seinen Standort zu wechseln scheint, ist die sozialwissenschaftliche Bibliothek eigentlich eine Präsenzbibliothek, in der man nur übers Wochenende ausleihen darf. Eine Ausnahme gilt für ExamenskandidatInnen, die Fristen von bis zu einer Woche haben.

In letzter Hoffnung kontaktierte ich daher meine Kommolitonin Nina - wie ich eine Examens-Kandidatin - , ob sie wohl das Buch von Bärbel Weixner habe. “Das Weixner-Buch such ich auch schon länger“, erklärte diese. “Wenn ich es finde, kopiere ich es für Dich mit!” Leider müsste es dazu erst einmal irgendwo auftauchen…

Hessen: Wähler, beweist Anstand - wählt Koch ab!

Bloged in Politische Kuriositäten von linda Donnerstag Januar 3, 2008

In Hessen ist Wahlkampf - und Roland Koch kann es leider wieder einmal nicht lassen, sich selbst mit reinem Populismus tagelang in den Medien zu halten und damit eine differenziert geführte Integrationsdebatte, die in den letzten Jahren erfreulicherweise endlich langsam in Gang gekommen ist, wieder um Lichtjahre zurückzuwerfen.

Nach Luft schnappen musste ich bereits, als er vor wenigen Wochen mit einem Burka-Verbot an hessischen Schulen von sich Reden machte. Mit der auf eine Nachfrage erwiderten Antwort, ihm sei gar kein Fall von Burka tragenden Schülerinnen an deutschen Schulen bekannt, disqualifizierte er sich dabei glücklicherweise umgehend selbst.

Auf SPIEGEL online steht derzeit ein Artikel, aus dem ich die prägnantesten Sätze kurz herausgreifen und aneinanderreihen möchte, um den traurigen Populismus zu verdeutlichen, dem Herr Koch immer wieder erliegt: “Koch forderte auch von den Deutschen eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte wie Anstand, Disziplin, Fleiß, Ordnung und Pflichtgefühl. […] In Sachen Moral formuliere Koch Erwartungen, denen er selbst nicht gerecht werde, sagte der hessische SPD-Generalsekretär Norbert Schmitt: ‘Roland Koch ist von den aktiven Politikern in Deutschland derjenige, der am meisten zum Ansehensverlust der Politik beigetragen hat.’ Koch stehe für Verleumdung, Wortbruch und das Verbreiten von Pogromstimmung und solle sich mit moralischen Ansprüchen zurückhalten. Koch verteidigte sein Vorgehen gegen die Kritik. Die demokratischen Parteien dürften solche Themen nicht radikalen Parteien überlassen, sagte der CDU-Politiker.

Schade nur, dass Roland Koch hier leider verschweigt, wodurch sich die hessische CDU eigentlich von radikalen Parteien noch abgrenzt… Ich hoffe, Hessens Wähler beweisen tatsächlich Anstand und Pflichtgefühl und wählen solch einen Demagogen endlich ab!

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