14 Kilometer in 4 Stunden - darum fahre ich lieber Bahn!
Sie klingen so harmlos, die täglichen Meldungen aus dem Radio: “10 Kilometer stockender Verkehr zwischen Elmshorn und Pinneberg-Süd” oder “7 Kilometer Stau hinter Hamburg-Jenfeld“. Wie nervenaufreibend es jedoch ist, mittendrin zu stehen, musste ich heute erfahren.
“14 Kilometer Stau auf der A1 hinter dem Lübecker Kreuz” erklärte uns NDR2 nüchtern. Doch da war es bereits zu spät: auf dem Rückweg von einem erholsamen Kurzurlaub an der Ostseeküste waren wir voll reingeraten in den Rückreiseverkehr, der sich dank einer Fahrbahnverengung im Baustellenbereich erst auf 14km, später auf 20km staute und drei entspannte Mädels vier Stunden Nerven und Lebenszeit kostete. Denn Ausfahrten gab es keine auf dem besagten Stück, und dem ständig wiederkehrenden Drang, auf dem Seitestreifen an allen vorbeizuziehen, widerstand ich dank Sarahs Warnung, dass dies extrem teuer werden könne, wenn man mich erwischte.
Somit waren wir am Wasser zwar um 10.30Uhr aufgebrochen, erreichten Hamburg-Altona jedoch erst gegen 17.00 Uhr. Eine Zeit, in der die Deutsche Bahn einen bereits von Flensburg bis München gebracht hätte… Selber schuld, wer mit dem Auto fährt. Das muss sich auch NDR2 gedacht haben. Denn obwohl ich einem der freundlichen Hotline-Mitarbeiter gleich zu Staubeginn mein Leid klagte, verweigerte der Sender es, meinen Wunschhit zu spielen. Kein Herz für Stausteher!



am 3. Januar 2008 um 11:25 Uhr.
Angesichts des täglichen Stauwahnsinns gehört es für mich zu den großen Rätseln des Alltags, wie viele fanatische Nicht-Bahnfahrer ihre Begründung aufrecht erhalten können, dass sie ja Auto fahren müssten, weil auf die Bahn kein Verlass sei - Verspätungen und so. Wann auch immer ich mal Auto statt Bahn fahre, wegen der berühmten Flexibilität, geht das in die Hose, trotz einkalkuliertem Staupuffers.
am 3. Januar 2008 um 19:16 Uhr.
…da ist doch die Frage was du dir wünschtest!
am 4. Januar 2008 um 00:05 Uhr.
The Cranberries - “Ode to my family”
am 27. März 2008 um 00:03 Uhr.
[…] bahn > > Es entfällt also jede Art von nötiger Speicherung von Energie. Wobei > > eine Hybridisierung der Bahn sicher auch interessant wäre, und zum > > Teil ja bereits bemacht wird. Auch da jedoch wird die durch Bremsen > > gewonnene Energie zurück ins Netz, und nicht in Batterien > > eingespeist. > > Bedauerlicherweise ist der Strom, den die Bahn verbraucht, nicht > einfach da, sondern muss erstens produziert und zweitens > transportiert werden. Ach was. Ich habe von Energieträger gesprochen, also der “Stofflichwerdung” von Energie. Man kann Strom in Form von Batterien oder zb auch in Form von Wasserstoff in einen Energieträger umwandeln. Genau das aber ist nicht nötig, wenn die Oberleitung als “Kabel” stets Kontakt zum Fahrzeug bietet. Rechne mal aus, wie groß ein Akku sein müsste, der genug Strom enthält, um einen ICE quer durch Europa zu befördern. Ich vermute, das wird mehr als nur eine Mignonzelle sein. Logischerweise gehen bei einem Leitungstransport auf Verluste mit in die Rechnung … aber rechne lieber vorher mal aus, wie groß der Akku ist … und dann darfst Du weiter argumentieren. Dass der Strom auch produziert werden muss, ist mir tatsächlich neu. Da hatte ich echt bis jetzt noch nicht dran gedacht, das ist natürlich ein Problem, mit dem man sich mal auseinandersetzen müsste. In sofern entschuldige vielmals ich mich für meinen sehr mangelhaften Artikel. > > Oder anders gesagt: wieviel “erzeugten Strom” verbraucht ein > > Passagier pro Kilometer? > > Das ist die entscheidende Größe. > > Das ist eine Milchmädchenrechnung. Die Bahn bedient längst nicht mehr > die gesamte Fläche, und irgendwie müssen die Leute ja auch zum > Bahnhof und vom Bahnhof weg kommen. Außerhalb der Ballungsräume > bleibt da bisweilen nur das Auto (Taxi oder Privat-Pkw), weil > schlicht keine öffentlichen Verkehrsmittel zu jeder Zeit überall hin > fahren. Ach was. Die Bahn fährt nicht in jedes Dorf. Tja, da hatte ich auch nicht dran gedacht. Sowas. Ich hatte mir vorgestellt, daß alle in einer Großstadt wie Hamburg oder München wohnen, und es überall Straßenbahnen oder O-Busse gibt. Die auf dem Dorf haben echt den schwarzen Peter. Aber mal im Ernst: wenn man irgendwann die gesamte Verkehrsleistung mit regenerativer Energie versorgen muß/will, dann macht diese Milchmädchenrechnung durchaus Sinn. Dann kann man sich nämlich fein überlegen, ob die Energie besser in ein Auto mit Akku/Wasserstofftank Brennstoffzelle gesteckt wird, oder aber besser in die Oberleitung der Bahn eingespeist wird, und so die Strecke bis Hamburg zurückgelegt wird. Ich sehe da kein einziges Milchmädchen mehr. 18:03 | […]