Politische Selbstdemontage par excellence: die Hamburger Schüler-Union
Ramon (15), Vorsitzender der Hamburger Schüler-Union (SU), scheint in den letzten Monaten den klaren Vorsatz gefasst zu haben, seine Orgaisation einer breiteren Hamburger Öffentlichkeit bekannt zu machen. Als geeignetes Mittel hat er dafür die regelmäßige Veröffentlichung stark polarisierender Pressemitteilungen gewählt.
Von der Tagespresse aufgegriffen sorgen jene bei LeserInnen wie mir dabei allerdings insbesondere für nette Erheiterung. So beispielsweise die Kommentierung von Christas Amtsantritt: “Mit Frau Goetsch bekommt unsere Stadt eine Senatorin aufgedrückt, die bereits in der vergangenen Legislatur von ihrer Ahnungslosigkeit im Bildungssektor zeugte!”, erklärt die SU. Dass Christas bildungspolitische Vorstellungen andere sind, als jene der Schüler-Union, könnte man sich denken. Ahnungslosigkeit kann man ihr deswegen wohl allerdings kaum vorwerfen…
Doch den neuesten Coup landete die Organisation gestern: wie die TAZ berichtete, möchte sie nun die Linkspartei verbieten. Begründet wird dieser Schritt mit dem Kampf gegen Extremismus. Dass sich in den Reihen des SU-Vorstandes selbst kürzlich noch DVU-Mitglieder befanden, verschweigen die jungen PolitikerInnen allerdings.
Grundsätzlich finde ich es ja begrüßenswert, wenn politische Jugendorganisationen ihre Eigenständigkeit betonen und sich im Konfliktfall gegen ihre “Mutterpartei” stellen. Steht dahinter dann jedoch keine in sich schlüssige und glaubwürdige Begründung, so schadet die im Zuge dessen erreichte Öffentlichkeit vermutlich deutlich stärker, als dass sie förderlich ist.



am 26. Mai 2008 um 22:06 Uhr.
nicht nur in hamburg können die das…
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/352/die-cdu-ein-dummer-bengel-und-das-klassenwahlrecht
jaja, viele viele gründe gegen schwarz-grün