Nach welchen Kriterien wählt die Uni eigentlich ihre Bücher aus?
Mit mehr oder weniger Elan gehe ich nach der parlamentarischen Sommerpause und einem grandiosen Island-Urlaub auch an die Aufgabe heran, mich mit meiner allerletzten Prüfung an der Uni zu befassen, um spätestens zum Jahresende hoffentlich endlich mein Diplom in den Händen zu halten.
Als einen der beiden Themenkomplexe für die mündliche Prüfung habe ich mir dabei Partei- und Entscheidungsstrukturen bei Bündnis90/Die Grünen ausgesucht. Die Literaturrecherche zu jenem Thema förderte gestern unerwartete Ergebnisse zu Tage: so fand sich als eines der ersten Suchergebnisse im Campus-Katalog der Titel “Das politische ist privat” von Claudia Roth, das mich seitdem grübeln lässt, nach welchen Kriterien die Uni eigentlich ihre Bucherwerbungen auswählt. ![]()
Ich werde bestimmt Spaß daran haben, mich im Rahmen meiner Prüfungsvorbereitung auch damit auseinanderzusetzen, was Claudia in ihrer “Ton, Steine, Scherben”-Zeit so alles erlebt hat - Sinn des Studiums scheint mir das wohl allerdings eher weniger zu sein. Immerhin klebt auf Claudias literarischem Glanzstück nicht, wie auf vielen anderen Büchern mittlerweile, einer der tollen Aufkleber mit “Dieses Buch wurde aus Studiengebühren finanziert“…



am 3. September 2008 um 18:19 Uhr.
Warum nicht? Auch dieses Buch könnte irgendwann für irgendjemanden irgendwie von Interesse sein. Das ist es, was das Universitätsstudium ausmachen sollte: die Universalität (sic!), das nicht-nur auf-Verwertbarkeit-achten.
am 4. November 2008 um 02:48 Uhr.
Tja, vielleicht schreibt ja mal jemand Diplomarbeit über das Leben und Werden von Claudia ;-).